Unsere Sehnsüchte

sorayaDatum: Samstag, der 14.03.2015
Mittagsposition: 33° 50’8 N; 054° 45,9′ W
Etmal: 123 sm
Wetter: Lufttemperatur: 18°C, Wassertemperatur: x18,5°C, Wind: NEzN 6-7
Autor: Soraya

Vor Kurzem haben wir in Deutsch ein Gedicht namens Sehnsucht behandelt – es stammt von Joseph von Eichendorff. Dieses hat mich dazu inspiriert, über unsere Sehnsüchte von vielen hier auf der Thor zu schreiben, gerade jetzt, wo es wieder nach Hause geht. In diesem Gedicht habe ich die Sehnsüchte vieler KUSis gesammelt und versucht sie wiederzugeben.

Unsere Sehnsüchte

Ich stehe in der Kälte und steuer
Und währendessen sehne ich mich nach einem wärmenden Feuer
Ich steuer das Schiff auf dem Weg nach Hause
Und wünsche mir, dass ich wie der Wind dahinsause.

Ich denke darüber nach, was man an Bord entbehrt
Denn erst dann erkennt man den eigentlichen Wert.
Es sei zwar nicht so, dass mir unfassbar viel fehle,
Ich mich aber trotzdem dann und wann nach etwas sehne.

Es ist die Sehnsucht nach den Sternen,
Nach unerreichbaren Fernen,
Die Sehnsucht nach unendlichen Weiten
Und nach noch unbeschriebenen Seiten.

Es ist die Sehnsucht nach der Sonne und nach dem Mond,
Der dort ganz oben am Himmelszelt über uns trohnt.
Die Sehnsucht nach bis jetzt unendeckten Welten
Und nach dem Rausgehen und irgendwo im verborgenen Zelten.

Es ist die Sehnsucht nach jemandem, der dich wirklich versteht
Und mit dir bis ans Ende der Welt und durch die Hölle geht,
Die Sehnsucht nach einem verlassenem Rückzugsort
Weit weg und von allem fort.

Es ist die Sehnsucht nach dem Meer und hohen Lüften
Und nach großen, tiefen Klüften
Die Sehnsucht nach Melodien verschiedener Sorten
Und Liedtexten mit wahren Worten.

Aber vor allem ist es die Sehnsucht vermischt mit Heimweh,
Wenn ich wieder auf eine meiner Reisen geh.
Und umso mehr, wenn es wieder heimwärts geht,
Und ein frischer Wind nach Hause weht.

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