Der westlichste Punkt Europas

Schüler Jona

von Jona

Wer kann schon sagen, dass man von seinem Englischlehrer geweckt und persönlich zum Unterricht geordert wurde? Zu Hause nicht viele. Doch genau das ist mir heute morgen passiert.

Ich wurde das erste Mal um 7:30 Uhr geweckt, bin selbstständig zum Frühstück gegangen und habe meinen Schultag um 8:30 Uhr normal angetreten. Die erste Stunde verbrachte ich mit dem Lernen von Latein in der Koje. Ob das „in der Koje“ so klug war, bezweifle ich im Nachhinein. Nach zirka einer halben Stunde überrollte mich ein Gefühl von Müdigkeit und ich schlief ein…

„Jona. Guten Morgen, du hast seit 20 Minuten Englisch.“, weckte mich meine Englischlehrerin Nele. „Verdammt…“ dachte ich mir, packte meine Sachen und begab mich in die Messe. Nachdem der Klasse berichtet wurde, dass ich auf meinem Lateinbuch eingeschlafen war, grinsten mich 17 Gesichter an. Nele: „Um dich gleich mal zu überfordern, bekommst du deinen Englischtest zurück.“

Ich: „Wird ja immer besser…“ Nach dem Englischtest bekamen wir zusätzlich noch, da Nele ja auch unsere Geschichtslehrerin ist, unseren Geschichtstest zurück.

Nach dem Wahlpflichtfach – bei mir Biologie – gab es Mittagessen: Fisch mit Ofengemüse. Christian berichtete uns nach dem Essen, dass wir, da wir die letzten Tage so schnell unterwegs gewesen waren, den westlichsten Punkt Europas, die Insel Flores der Azoren, ansteuern würden, um dort zwei Extra-Tage zu verweilen. Dies ist nicht nur für uns, sondern auch für KuS ein neuer Punkt, da nach Detlefs Aussage Flores sowohl für ihn, als auch für die Thor „Neuland“ sei.

Um 15:10 Uhr – nachdem der Unterricht für Gruppe A zu Ende war – begannen die Projektetreffen. Meine Gruppe, See(h)stücke, bereitete die Bilder der aktuellen Etappe vor und gestaltete einen Pulli-Entwurf für unseren Jahrgang.

Um uns für das kommende Wetter zu rüsten, gab es um ca. 17 Uhr ein Signal K, bei dem wir uns alle wachweise an Deck trafen, um das Groß-Segel zu bergen, einen gerissenen Tampen wieder einzufädeln und anschließend das Segel wieder zu setzen. Das Besan-Segel wurde ebenfalls geborgen, allerdings blieb dies dann auch gleich im geborgenen Zustand und wurde danach gepackt. Ein Vortrag über „Schiffstypen“ von Henry folgte nach dem Manöver.

Inzwischen ist es Abend und 18 Uhr, es gibt Essen. Vor der Brotzeit erklärten uns Christian und Detlef die Programmänderungen bis Flores.

Mit einem gefülltem Magen und Motivation für die kommende Nachtwache gehe ich dann, etwas früher als sonst, um nicht wieder am nächsten Morgen zu verschlafen, direkt nach dem Abendessen ins Bett.

Viele Grüße an meine Familie und Freunde in das kalte Deutschland, das nun immer näher rückt!

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